Aktivitäten

 

Betreutes Wohnen – eine alternative Wohnform

für Seniorinnen und Senioren?

 

Eine kritische Betrachtung von Martin Wiedenbauer, Stadtseniorrat Nürnberg, Sprecher des Arbeitskreises Wohnen, am 26.09.2019 im Ludwig-Erhardt-Zentrum Fürth.

 

Voll besetzt war der Vortragsraum, denn das Interesse zu diesem Thema ist groß und „irgendwann, ob man will oder nicht, muss man sich damit befassen“, bemerkte Martin Wiedenbauer bei seiner Begrüßung. Natürlich wollen wir alle so lange wie möglich in unserer vertrauten Umgebung leben, aber oft wird das Haus, der Garten zu groß man selbst ist nicht mehr so beweglich, das Umfeld, die Bedürfnisse ändern sich. Kurzum, man beschäftigt sich mit „alternativen Wohnformen“. Und hier steht der so heimelig klingende Begriff vom „Betreuten Wohnen“ mit an vorderster Stelle: Ist es wirklich so, dass, wenn ich mich in ein Objekt einkaufe oder einmiete bei Bedarf rundum versorgt werde? „So ist es leider nicht“ erklärt Wiedenbauer und greift dieses Missverständnis in seiner Präsentation auf:

 

Im Vergleich zum Pflegeheim ist schon der Begriff „Betreutes Wohnen“ rechtlich nicht geschützt oder definiert, es gibt keine gesetzliche Zuständigkeit. Beim Einzug in ein solches Objekt handelt es sich um einen privatrechtlichen Vertrag, dessen Leistungsumfang – am besten im Vorfeld – abgeklärt werden sollte: Welche Grundleistungen bietet der Träger, um welche Leistungen muss sich selbst gekümmert werden wie z.B. Kurzzeitpflege, kleine Dienstleistungen, Pflegedienst, etc. Nicht weniger wichtig: Was passiert, wenn der Träger wechselt?

 

Der ganze Vortrag kann hier natürlich nicht widergegeben werden, aber wir haben einige Folien dazu eingestellt. Ebenso kann Herr Wiedenbauer direkt kontaktiert werden:

Martin.wiedenbauer@online.de  Weitere Ansprechstellen: und www.bagso.de/wohnen

https://www.nuernberg.de/internet/stadtseniorenrat/betreuteswohnen.html

 

 

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Medikamente und Lebensmittel
Was passt nicht zusammen?

Tanja Daum von der Kleeblatt Apotheke in Fürth versteht ihr Handwerk gleich doppelt: Als Apothekerin und Vortragende mit dem Talent, Zusammenhänge unterhaltsam zu vermitteln. Und so wurde am 23.07.2019 aus dem leicht trocken klingenden Thema ein lebendiger Vortrag, dem konzentriert gelauscht wurde – trotz Hitzewelle.

Zur Einführung erklärte uns die Apothekerin verschiedenen Arzneimittelgaben: Tabletten, Dragees, Säfte, Spritzen und deren spannende Wanderung durch den Körper – Dünndarm, Magen – bis zum vorgesehen Wirkungsort. Auf diesem Weg gibt es unter Umständen einige Sperren, die sich als „Nebenwirkungen“ bemerkbar machen können. Als eines der zahlreichen Beispiele sei hier die Wirkung von dem Blutverdünner Marcumar und größere Mengen von Vitamin K (Grünkohl, Broccoli, Spinat), was die Blutgerinnung beeinflussen kann. Oder Schilddrüsenmedikamente besser nicht mit Milch oder anderen kalziumhaltigen Mitteln einnehmen. Sie verhindern die vollständige Wirkung des Medikamentes, da sich die Moleküle vergrößern und nicht mehr richtig „durchkommen“. Am besten sollten Medikament nur mit Leitungswasser (mind. 100 ml) und möglichst stehend eingenommen werden um zu verhindern, dass Wirkstoffe in der Speiseröhre bleiben.

Als Fazit am Ende ihres Vortrags beruhigte uns Frau Daum auch hinsichtlich der Beipackzettel. Keine Panik. Doch wissen sollten wir schon, was wir einnehmen und wie der Wirkstoff am besten wirkt. Und bitte keine Scheu: Bei Risiken und Nebenwirklungen fragen Sie Ihren Arzt oder die nette Apothekerin…

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Erste Hilfe-Tipps für Senioren

Eine Kooperation von VdK und Seniorenräte

 

Warum nicht das Gemütliche mit Nützlichem verbinden? In diesem Fall einen Vortrag des Ausschusses für Gesundheit beim monatlichen Kaffeeklatsch des VdK Ortsverbandes Fürth Stadt im freundlichen Speisesaal der Kursana Residenz am 03.04.2019.

 

Auch wenn sich niemand diese Situationen wünscht, sei es als Betroffener oder Ersthelfer, bei Verdacht auf Schlaganfall oder Herzinfarkt geht es um Minuten oder die „goldene erste Stunde“. Die Referentin, Christiane Stauber, gab hier leicht verständlich Hinweise zum frühzeitigen Erkennen und Erste-Hilfe-Maßnahmen.

 

Um das Fazit vorwegzunehmen: Fränkischem Fatalismus wie: „Vergeht schon wieder, manchmal ist einem halt schlecht“ oder bei Lähmungserscheinungen im Arm doch noch schnell die Wäsche fertig bügeln, erteilt Frau Stauber eine klare Absage. Gerade Frauen empfinden bei Herzproblemen häufiger ein starkes Druckgefühl statt Schmerzen und nehmen die Anzeichen nicht ernst.

 

Besondere Aufmerksamkeit schenkte die Referentin dem Thema Schlaganfall, bei dem die Betroffenen oft als betrunken eingeschätzt werden. Hier kommt FAST (engl. für schnell) zum Einsatz:

 

Face (Gesicht):        Unregelmäßigkeiten im Gesicht, hängender Mundwinkel, Augenlid

                            Feststellen: Person soll lächeln, Zähne zeigen

 

Arms (Arme):                   Kraftlosigkeit, Lähmung im Arm

                            Feststellen: Arme ausstrecken, Hände drehen, Hände drücken

 

 

Speech (Sprache):   verwaschene Sprache, unverständliche Sätze, findet die Worte nicht

                            Feststellen: einfache Sätze nachsprechen lassen

 

Time (Zeit):            Es zählt jede Minute! Sofortiger Notruf: 112! Auch wenn die  Probleme nur vorübergehend auftreten.

 

Dies gilt auch für Symptome bei Verdacht auf Herzinfarkt wie brennende Schmerzen im Bereich des Brustkorbes, Atemnot mit Todesangst, Unruhe, Übelkeit, Kaltschweißigkeit.

 

 

Im Anschluss gab es für die Teilnehmer noch ein Merkblatt zum Mitnehmen. Marion Luft und Gaby Höfler dankten Christine Stauber für ihren Vortrag, ebenso die Teilnehmer mit kräftigem Applaus.

 

 

Walking in der Gruppe mit Gymnastik, jeweils sonntags um 9.30 Uhr, Treffpunkt im Stadtwald beim NH Hotel.


Gymnastik im Sitzen findet ab 14. April, jeweils dienstags von 16 bis 17.30 Uhr in der Seniorenresidenz Curanum, Rosenstr. 16 - 20 statt.

 

Geistige Bewegung gibt es beim Schach für alle Leistungsstufen (auch Anfänger) Dienstag von 9 bis 12 Uhr bei der Diakonie, Königswarterstr. 56 - 60

 

Kochen mit Schülern

 

Einmal im Monat kochen Senioren mit Schülern der Hans-Sachs-Schule in Stadeln. Auch in der Soldnerschule und der Kiderlinschule findet dieses generationsübergreifende Projekt statt.

 

Erste Hilfe Kurs für Senioren

 

Der Kurs besteht aus vier Teilen und findet am 20.09./27.09-/04.10./11.10. im BRK Haus(Saal 3) von 14:30 -16:30 Uhr statt. Kosten: 30 €

 

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24.10.2014 -

Neues Faltblatt "Depression im Alter"

Eine neue Broschüre, die dieser Tage erschienen ist, informiert über das Thema "Depression im Alter". Zwar hat das Deutsche Bündnis gegen Depression festgestellt, dass die Krankheit bei älteren Menschen nicht häufiger auftaucht, als in jüngeren Jahren. Doch sind bei Seniorinnen und Senioren öfter leichtere depressive Symptome und Befindlichkeitsstörungen anzutreffen

Diese äußern sich zum Beispiel, wenn sich Betroffene ständig müde oder traurig fühlen, wenig soziale Kontakte vorhanden sind oder der Arzt keine medizinische Ursache für Bluthochdruck oder Schwindelattacken findet. Was in solchen Fällen ratsam ist – darüber informiert das neue Faltblatt, das von Fachleuten im Bereich Gerontopsychiatrie entwickelt wurde und im rechten Bereich dieser Seite unter "Infoblatt " angesehen und heruntergeladen werden kann.

Die Informationsschrift soll mithelfen, möglichst frühzeitig die depressiven älteren Menschen und deren Angehörige zu erreichen.

Viele Seniorenclubs, Beratungsstellen, Arztpraxen und Apotheken wurden bereits gezielt informiert. Falls ein Seniorentreff im Rahmen der Weitergabe des Flyers eine Infoveranstaltung zum Thema Depression im Alter wünscht, können Sie sich gerne an den Sozialpsychiatrischen Dienst Fürth wenden.

 

Das Faltblatt "Depression im Alter" kann unter folgendem Link eingesehen werden:

http://www.fuerth.de/Portaldata/1/Resources/lebeninfuerth/dokumente/aelterwerden/DepressionAlter.pdf

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